Ghana

Ghana – eine ehemalige britische Kolonie in Afrika
In Westafrika am Golf von Guinea liegt die einstige britische Kolonie Ghana. Die Grenznachbarn des Landes sind die Elfenbeinküste, Burkina Faso und Togo. Die Hauptstadt Accra befindet sich direkt an der Küste. In Ghana leben mehr als 24 Millionen Menschen. Aus der Kolonialzeit stammt der Beiname „Goldküste“, der aufgrund des bedeutenden Rohstoffes Gold zustande gekommen ist.

Flachland mit artenreicher Flora und Fauna – das Landschaftsbild von Ghana
Hochgebirge findet man in Ghana nicht, weil das Land über weite Strecken sehr flach ist und nur über wenige Gipfel von ca. 900 m Höhe verfügt. Die geographische Gliederung erfolgt in drei Spalten. Dabei handelt es sich um Küstenebene, Savanne und Regenwald. Darüber hinaus wird das Land nach fünf Naturräumen charakterisiert. Der Fluss Volta sorgt für die Entwässerung von 66% der Landesflächen. Die Tier- und Pflanzenwelt in Ghana zeichnet sich durch einen hohen Artenreichtum aus. In früheren Zeiten wurden verstärkt für den Schutz dieser Lebewesen gesorgt. Inzwischen werden sie immer mehr für den Tourismus zugänglich gemacht. Schließlich ist er einer der Wirtschaftszweige, welche den Einwohnern die höchsten Einnahmen verschaffen.

Familienmenschen und Partylöwen – ein offenes, geselliges Volk
Man kann nicht von „der“ Kultur in Ghana sprechen. Schließlich leben in diesem Staat Hunderte von Völkern, deren Sprachen und Sitten zum Teil erheblich variieren. Die Konfessionszugehörigkeit ist ebenfalls von Stamm zu Stamm verschieden. Allerdings gibt es auch einige Gemeinsamkeiten zwischen den Völkern, wie z. B. der Familiensinn oder die respektvolle Behandlung von älteren Menschen. Die Ghanaer sind ein offenes, fröhliches Volk. Sie feiern unheimlich gerne und nehmen die Feste, wie sie kommen. Ein gemütliches Zusammensitzen in einer gemütlichen Atmosphäre ist nicht ihre Welt. Die Rolle der Chiefs innerhalb der Stämme ist von großer Bedeutung. Sie gelten als Vertreter ihres Volkes und haben das letzte Wort bei wichtigen Entscheidungen.

Zwischen Tradition und Moderne – das Gesundheitswesen von Ghana
Im Gegensatz zu Europa spielt die traditionelle Medizin in Ghana noch heute eine wichtige Rolle. Während der Kolonialzeit gab es in Afrika kein System auf diesem Gebiet, das mit der uns bekannten Medizin vergleichbar ist. Deshalb wurden die Patienten von Priestern mit Ritualen und Kräutern behandelt. Im Regenwald wachsen nach wie vor zahlreiche Pflanzen, die sich heilend auf den menschlichen Körper und Geist auswirken. Die Missionare waren im 19. Jahrhundert für die ersten Anwendungen der westlichen Medizin in Ghana verantwortlich. Trotzdem haben bei weitem nicht alle Menschen in diesem Land Vertrauen in diese Methoden und tendieren eher zur traditionellen Medizin. Ghana gehört nicht zu den Ländern, die aufgrund von Naturkatastrophen auf die Hilfe von Medizinern angewiesen sind. Stattdessen macht die Nahrungsmittelverteilung aufgrund der großen Unterschiede weitaus mehr Schwierigkeiten.

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