Mongolei

Die Mongolei – der zweitgrößte Binnenstaat der Welt
Die Mongolei in Asien steht hinsichtlich der Flächengröße sämtlicher Länder der Welt nach Kasachstan an zweiter Stelle. Ihre Grenznachbarn sind Russland und die Volksrepublik China. Trotz der enormen Größe des Landes leben dort nur ca. 2,75 Millionen Menschen. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung wohnt in der Hauptstadt Ulaanbaatar. Sie ist sowohl in wirtschaftlicher, als auch in politischer und kultureller Hinsicht das Zentrum der Mongolei.

Hochgebirgszüge und Wüstenlandschaften – die Trockenheit und ihre Folgen
Hochgebirge bedecken ungefähr ein Drittel der Landesfläche. Dies gilt insbesondere für die Regionen im Norden, Westen und Südosten. Hochebenen der Trockenheit stehen für das Bild in den südlichen und östlichen Teilen des Staates. Das Gebiet zwischen den Hochgebirgen Changai und Altai ist unter dem Namen Westmongolei bekannt. In dieser Gegend befinden sich zwei Gipfel, deren Höhe knapp 4400 m beträgt. In der Westmongolei gibt es noch einige weitere Hochgebirgsketten wie z. B. das Sajangebirge oder das Tannu-ola-Gebirge. Darüber hinaus prägen unzählige Gletscher das Landschaftsbild der Mongolei, obwohl ihre Ausdehnung nicht wirklich groß ist. Im Süden teilt sie sich mit China die Steppenwüste Gobi, welche als Heimat von mehreren seltenen Tierarten fungiert. Eigentlich ist die Mongolei reich an Gewässern. Geschätzte 1200 Flüsse und 4000 Seen gibt es in diesem Binnenstaat. Leider hat sich die Austrocknung bzw. fortschreitende Wüstenbildung in den vergangenen Jahren immer mehr zum Problem entwickelt, so dass zahlreiche Gewässer aus diesem Grund nicht mehr existieren.

Literatur, Kunst, Musik – kulturelle Fakten aus der Mongolei
Der Schriftsteller Wantschinbalyn Indschinasch hatte enormen Einfluss auf die Verbreitung des mongolischen Romans im 19. Jahrhundert. Sein Werk „Das Blaue Buch über den Aufstieg der Yüan-Dynastie“ hat in seiner Heimat längst den Status eines Klassikers erreicht. Der Buddhismus war über einen längeren Zeitraum bestimmend in der Kunst. Zwischen 1600 und 1920 hatten Maler und Bildhauer in erster Linie die Aufgabe, für die Geistlichen diverse Objekte zum Beten und Meditieren herzustellen. Die traditionelle Musik spielt in der Mongolei noch in der Gegenwart eine wichtige Rolle. Das charakteristische Instrument der mongolischen Volksmusik ist die Mongolische Pferdekopfgeige. Der Obertongesang mit seiner besonderen Atemtechnik fällt den Hörer schnell auf, weil man das Gefühl bekommt, dass der Sänger zwei unterschiedliche Stimmen besitzt.

Guten Appetit – landestypische Spezialitäten der mongolischen Küche
Aufgrund der Trockenheit ist Ackerbau in zahlreichen Teilen der Mongolei nicht realisierbar. Folglich mangelt es häufig an Gemüse. Deshalb dominieren Fleischgerichte und Milchprodukte die mongolische Küche. Schaf und Lamm sind die beliebtesten Fleischsorten des Landes. Buuz ist ein sehr landestypisches Gericht. Dabei handelt es sich um Teigtaschen, die mit Fleisch, Zwiebeln oder Knoblauch sowie Kräutern gefüllt und in Dampf gegart werden. Frittiert man die Teigtaschen in Schafsfett, so nennt man das Gericht Chuuschuur. Der Airag ist das Nationalgetränk in der Mongolei. Die vergorene Stutenmilch nimmt man kühl zu sich. Sie hat einen säuerlichen Geschmack und beinhaltet 1-2% Alkohol. Für den westlichen Gaumen ist das Getränk bisweilen etwas gewöhnungsbedürftig.

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