Taiwan

Taiwan – eine Insel im Pazifik und ihr Status
Die Insel Taiwan befindet sich im Pazifischen Ozean und wurde nach der japanischen Niederlage im Zweiten Weltkrieg von den Chinesen eingenommen. Allerdings gab es keine offizielle Übergabe. Deshalb wird noch heute über den rechtlichen Status der Insel diskutiert. China verfügt über eine Hoheitsgewalt, welche den Taiwan-Konflikt nicht ruhen lässt. In den 1950-er Jahren kam es aus diesem Grund zu militärischen Kämpfen. Ungefähr 30 Jahre später hat sich die Lage entspannt, was in erster Linie wirtschaftlichen Gründen zu verdanken ist.

Willkommen auf der Süßkartoffel – eine Einführung in die Geographie von Taiwan
Die Fläche Taiwans entspricht hinsichtlich der Größe in etwa dem Bundesland Baden-Württemberg. Die kürzeste Entfernung zwischen der Insel und dem chinesischen Festland beträgt 130 km. Die südlich von Taiwan gelegene Straße von Luzon ist die Verbindung zu den Philippinen. Die Bewohner Taiwans werden umgangssprachlich als Kinder der Süßkartoffel bezeichnet. Dies liegt an der Form der Insel, welche stark an diese Pflanze erinnert. Auf Taiwan gibt es ein ähnliches Problem wie in Japan. Zahlreiche Erdbeben haben die Insel erschüttert, und deshalb müssen die dort lebenden Menschen so einiges an Sicherheitsvorkehrungen treffen. Ungefähr zwei Drittel der Insel werden durch Gebirgslandschaften geprägt. Der höchste Gipfel ist der Yu Shan mit knapp 4000 m Höhe. Das größte Binnengewässer der Insel ist Sonne-Mond-See im Landesinneren.

Touristische Ziele – Taiwan als Urlaubsparadies der Natur
Die Autobahnen und Schnellstraßen auf Taiwan sind hervorragend ausgebaut. Dies erleichtert die Erreichbarkeit der zahlreichen Sehenswürdigkeiten für die Urlauber in einem enormen Ausmaß. Zu den beliebtesten Attraktionen gehören die Nationalparks. Ganz im Süden befindet sich der Kenting-Nationalpark, dessen Kennzeichen die tropischen Regenwälder, Monsunwälder und Korallenriffe sind. Nördlich von Taipei ist der Yangmingshan-Nationalpark ein populäres Ausflugsziel und versetzt die Besucher mit insbesondere während der Blütezeit von Azaleen und Kirschblumen immer wieder in Erstaunen. Der Sheiba-Nationalpark liegt im Südosten Taiwans und bietet vor allem den Wanderern unter den Reisenden ein unbeschreiblich schönes Stück Natur. Dafür sorgen u. a. die Gipfel Hsuhberg und Tapachienberg mit ihrer traumhaften Umgebung.

Immer etwas Neues zu entdecken – die taiwanische Kultur
Einen bedeutenden Teil der taiwanischen Kultur macht das Theater aus. Im Unterschied zum westlichen Theater spielt die Musik in China eine weitaus größere Rolle. Zwischen der chinesischen und der taiwanischen Oper gibt es viele Gemeinsamkeiten, und der Text wird auf Taiwanisch oder Mandarin vorgetragen. Viele aus Taiwan stammende Musiker sind im asiatischen Raum echte Superstars. Meistens sind sie im Softpop-Genre vertreten, und Balladen sind bei der Hörerschaft sehr begehrt. Die Rockszene hingegen ist eher dürftig, weil die härteren Klänge eher selten dem Geschmack der Bevölkerung entsprechen. Die Fotografie steht in einem engen Zusammenhang zur Geschichte Taiwans. Aus der Zeit vor der japanischen Besetzung dominierten Missionare aus anderen Ländern diesen Bereich, während in der heutigen Zeit die nationalistische Regierung großen Einfluss auf die Fotografie ausübt.

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