Peru

Peru – eine ehemalige spanische Kolonie in Südamerika
Peru ist ein Staat an der südamerikanischen Westküste. Seine Nachbarländer sind Ecuador, Kolumbien, Brasilien, Bolivien und Chile. Die Hauptstadt des Landes ist Lima, welches zugleich auch die größte Stadt in Peru ist. Der Staat war einst im Besitz der spanischen Kolonialmacht, ehe im Jahr 1821 die Unabhängigkeit erklärt wurde. Deshalb ist Spanisch die Muttersprache von 80% der peruanischen Bevölkerung.

Drei Klimaregionen von West nach Ost – das peruanische Landschaftsbild
Die Landschaftszonen von Peru lassen sich in drei Klimaregionen gliedern. Bei der Costa handelt es sich um das Tiefland der Küste am Pazifik. Die Niederschläge halten sich wegen des Humboldtstroms stark in Grenzen. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 18°C. Die Luftfeuchtigkeit ist in dieser Region sehr hoch und Nebel ist keine Seltenheit. Die zweite Klimaregion ist die Sierra, die in Peru das Gebiet der Anden bezeichnet. Der Nevado Huascarán ist mit seinen 6768 m die höchste Erhebung des Landes. In den nördlichen Anden ist der Reichtum an Vegetation äußerst groß, während die Gebirgszüge im mittleren Teil extrem steil und häufig von Gletschern durchzogen sind. Vulkankegel bestimmen das Bild der südlichen Anden. Zum Teil sind sie bisweilen noch aktiv. Bei der dritten Klimaregion handelt es sich um Selva und Montaña. Das sind die spanischen Bezeichnungen für Regenwald und Nebenwald, welche östlich der Anden gelegen sind. Die Dichte des peruanischen Regenwalds erschwert die Durchdringung enorm. Deshalb sind einige der Städte in dieser Region auch nicht auf dem Landweg zu erreichen. In dieser Gegend befindet sich u. a. das größte Naturschutzgebiet des Landes namens Pacaya-Samiria.

Fakten zur Bevölkerung und Armut als soziales Problem – die Gesellschaft in Peru
Einige Staaten in Lateinamerika haben bekanntlich einen hohen Anteil an indigener Bevölkerung. Zusammen mit Bolivien und Guatemala steht Peru an der Spitze hinsichtlich der Prozentzahlen. Fast die Hälfte der Einwohner sind Mestizen, während ein knappes Drittel der Menschen indianische Vorfahren hat. Darüber hinaus leben in dem Land noch einige Minderheiten von Europäern, Afroperuanern und Asiaten. Inzwischen wohnt gut ein Viertel der Bevölkerung von Peru in der Hauptstadt Lima. Armut ist ein großes Problem der peruanischen Gesellschaft und betrifft vor allem die indigenen Völker. Zwar ist sie in den Statistiken ebenso wie die Einkommensungleichheit in den letzten Jahren gesunken. Trotzdem sind Elend und Not auch weiterhin in einem erheblichem Umfang im peruanischen Alltag präsent.

Lima – Hauptstadt und kulturelles Zentrum von Peru
Die peruanische Hauptstadt Lima ist zugleich das kulturelle Zentrum des Landes und aufgrund ihrer zahlreichen Sehenswürdigkeit ein besonderer Anreiz für Kulturliebhaber. Für Historiker haben Besuche in den archäologischen Museen höchste Priorität. Die Altstadt gehört seit rund 20 Jahren zum UNESCO-Weltkulturerbe und besticht mit ihren prachtvollen Bauwerken aus der kolonialen Phasen durch eine außergewöhnliche Schönheit. Dort befindet sich u. a. die Kathedrale, die immer wieder großen Eindruck auf die Besucher macht. Auf Grünanlagen muss man in der peruanischen Hauptstadt ebenfalls nicht verzichten. Schließlich gibt es mit dem Universitätspark und anderen Flecken dieser Art eine Menge farbenfroher Höhepunkte in dieser Stadt.