Marokko

Marokko – ein Königreich in Nordafrika
Marokko ist ein Königreich und befindet sich im nordwestlichen Teil des afrikanischen Kontinents. Die Verbindung zu Europa ist die Straße von Gibraltar. Marokko gehört zu den Maghrebstaaten. Das Land grenzt an die Westsahara und an Algerien. In westlicher Richtung befindet sich der Atlantische Ozean. Die Hauptstadt ist Rabat, welches zugleich als Regierungssitz fungiert und in welchem der König seine Residenz hat.

Bevölkerung und Sprachen – die Zusammensetzung der marokkanischen Gesellschaft
Ungefähr ein Fünftel der Einwohner Marokkos ist arabischer Abstammung. Die restlichen 80% sind Berber und leben in der heutigen Zeit überwiegend sesshaft auf Bauernhöfen. Nomaden und Halbnomaden sind mittlerweile eher eine Seltenheit und bewegen sich hauptsächlich in abgeschiedenen Gegenden des Mittleren Atlas oder im Osten Marokkos. Der Großteil der arabischen Bevölkerung wohnt in Nordmarokko, während die Berber einen Wohnsitz im Süden des Landes bevorzugen. Der Westen und der Nordwesten (insbesondere die Küstengebiete) sind am dichtesten besiedelt. Zwei Drittel der Einwohner leben in diesen Regionen. Arabisch gilt als offizielle Amtssprache in Marokko. Die Berber haben jedoch auch eigene Sprachen bewahrt und gebrauchen sie regelmäßig im Alltag. Aufgrund der kolonialen Vergangenheit ist Französisch die Handels- und Bildungssprache in Marokko. An der Nordküste wird wegen der geografischen Nähe zu Spanien und in der Westsahara sowie in der Umgebung der Stadt Sidi Ifni (welche sich unweit der Kanarischen Inseln befinden) Spanisch gesprochen.

Soziale Lage – das Leben in Marokko
Hinsichtlich des Einkommens befindet sich Marokko im Mittelfeld der afrikanischen Länder. In der Sozialversicherung sind Invaliden-, Alters- und Hinterbliebenenrenten enthalten. In Fällen von Schwangerschaft oder Krankheit kann man ebenfalls mit Leistungen rechnen. Allerdings sind bei weitem nicht alle Bürger Marokkos versichert, sondern nur Arbeitnehmer in Industrie und Handel sowie Mitglieder von Gewerkschaften. Wegen der hohen Arbeitslosigkeit emigrieren vor allem zahlreiche junge Menschen nach Europa. Deshalb möchte der Staat die Arbeitskräfte aus dem Ausland zugunsten der Einheimischen vom Markt verdrängen. Im Vergleich zu anderen Regionen des Kontinents ist das marokkanische Gesundheitswesen auf einem guten Stand. In Sachen Bildung kann Marokko jedoch noch nicht mit den europäischen Staaten mithalten. Nur 55% der Kinder werden eingeschult. Von daher ist die hohe Analphabetenquote nicht weiter erstaunlich.

Landwirtschaft und Bergbau – wichtigste Sektoren der marokkanischen Wirtschaft
Die marokkanische Wirtschaft lebt in erster Linie von der Landwirtschaft und vom Bergbau. Die Gewinnung von Phosphat spielt eine bedeutende Rolle. Marokko ist reich an Bodenschätzen, die dem Land schon so manchen Gewinn eingebracht haben. Das Phosphat wird zu Düngemitteln und anderen chemischen Produkten verarbeitet um das Interesse an einem Export zu wecken. Die Fischindustrie ist mittlerweile stark im Kommen. Europäische Unternehmen lassen Meerestiere nach Marokko transportieren. Einheimische Arbeiter pulen die Lebewesen und verdienen sich ihr Geld auf diese Weise. Im Anschluss kommen die Tiere wieder in ihre Heimat zurück und landen eines Tages schön sauber in den Regalen der Lebensmittelgeschäfte.

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