Usbekistan

Usbekistan – ein Binnenstaat am Aralsee
Der Binnenstaat Usbekistan war einst Bestandteil der Sowjetunion und befindet sich in Zentralasien. Seine Nachbarstaaten sind Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Afghanistan und Turkmenistan. Nordwestlich des Landes befindet sich der Aralsee. Die Hauptstadt Usbekistans ist Taschkent, welches im östlichen Staatsgebiet liegt. Einst war das Land ein Teil der Sowjetunion und erlangte im Jahr 1991 die Unabhängigkeit.

Wüstenlandschaft und Gebirgszüge – die geographische Gestaltung Usbekistans
Abgesehen von Liechtenstein ist Usbekistan das einzige Land auf der Welt, dessen Nachbarländer ausschließlich Binnenstaaten sind. Wüstengebiete prägen das Bild der usbekischen Landschaft in einem hohen Ausmaß. Das Tiefland von Turan liegt südöstlich vom Aralsee. In dieser Region ist die Kysylkum-Wüste beheimatet, die ungefähr 40% der Landesfläche Usbekistans ausmacht und darüber hinaus zu einem Teil Kasachstans gehört. Südlich der Wüste erreicht man eine Steppenlandschaft. Der Amudarja, der längste Strom Zentralasiens, fließt durch dieses Gebiet. Gebirgsketten sind das charakteristische Merkmal des Ostens von Usbekistan. Der Hazrat Sulton ist mit einer Höhe von 4643 m der höchste Gipfel des Landes. Zu finden ist er im Hissargebirge an der Grenze zu Tadschikistan. Das bekannteste Gewässer ist der Aralsee, der jedoch aufgrund des Niederschlagmangels von Austrocknung bedroht ist. Der bereits genannte Amudarja und der Syrdarja sind die beiden längsten Ströme in Zentralasiens und sehr wichtig für die Wasserzufuhr im Aralsee.

Sättigend und abwechslungsreich – die usbekische Küche
Die Küche Usbekistans gilt mit über 1000 verschiedenen Gerichten als äußerst vielseitig. Plow ist das u. a. aus Reis bestehende Nationalgericht, von welchem es mehr als 500 Varianten gibt. Abgesehen vom Reis gilt Brot als wichtigstes Grundnahrungsmittel der Usbeken. Die meisten Einwohner neben es als Fladenbrot zu sich, welches traditionell in einem Tonofen gebacken wird. Darüber hinaus essen die Usbeken wie viele andere Moslems gerne und häufig Kebap-Gerichte. Sie trinken grünen Tee zu jeder Jahreszeit, insbesondere in Teehäusern. Bei wärmeren Temperaturen bekommt Ayran häufig den Vorzug. Dabei handelt es sich um ein aus Joghurt hergestelltes Erfrischungsgetränk.

Der Weg in eine neue Zukunft – Tourismus in Usbekistan
Die Tourismusbranche hat ihren Zenit in Usbekistan noch längst nicht erreicht. Allerdings befindet sie sich auf einem hervorragendem Weg, um dem Binnenstaat in der Zukunft eine neue Einnahmequelle zu verschaffen. Samarkand ist eine der ältesten Städte auf diesem Planeten und hat mit prächtigen Bauwerken wie z. B. der Bibi-Khanum-Moschee, dem Gur-Emir-Mausoleum sowie dem Observatorium von Ulug Beg ein paar echte Schätze zu bieten. Bei einem Besuch in Buchara sollte man es sich nicht nehmen lassen, die wunderschöne Altstadt mit ihren faszinierenden Werken der Baukunst zu erkunden. Xiva verfügt ebenfalls über echte Attraktionen der orientalischen Architektur. Die Kalta Minor versetzt den Besucher in eine völlig neue Welt. Der Weg in die Zukunft des Tourismus ist auf jeden Fall gesichert.

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