Rumänien

Rumänien – ein Ostblockstaat mit interessanter Geschichte
Die osteuropäische Republik Rumänien befindet sich am Schwarzen Meer und hat insgesamt fünf Nachbarländer. Dabei handelt es sich um Bulgarien, Serbien, Ungarn, die Ukraine und Moldawien. Die Zusammenführung der beiden Fürstentümer Moldau und Walachei führte 1859 zur Entstehung Rumäniens. 1918 folgte die Ausweitung auf Siebenbürgen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war das Land ein Bestandteil des Warschauer Paktes. Der Sturz des ehemaligen Diktators Nicolae Ceaușescu im Jahr 1989 bewirkte in politischer Hinsicht eine Annäherung an Westeuropa. Der Staat mit der Hauptstadt Bukarest erreichte in vergangenen Jahrzehnt die Mitgliedschaft in der NATO und in der EU.

Gleichmäßige Landschaften an der Donau – Rumäniens Geographie
Die Lage Rumäniens ist nicht ganz einfach zu erklären. Schließlich befindet sich das Land in einer Zone, die sowohl zu Mittel- als auch zu Süd- und Osteuropa gezählt werden kann. Die Landschaften verteilen sich in etwa gleichmäßig auf Gebirgsketten, Hochland und Ebenen. Die dominierende Gebirgsregion sind die Karpaten, an denen auch sieben weitere Staaten ihren Anteil haben. Fast 50% des südlichen Gebirgsteils gehören jedoch zu Rumänien. Die höchste Erhebung in dieser Region ist der Moldoveanu mit einer Höhe von 2544 m. Das Siebenbürgische Hochland besteht aus welligen Bergen und Hügeln, welche maximal 700 m erreichen. Das Moldauische und das kleine Dobrudscha-Hochland erreichen diese Höhen nicht. Die bekanntesten Ebenen des Landes sind die Pannonische und die Walachische Tiefebene. Ebenso wie es in einigen der Nachbarstaaten der Fall ist, gilt auch in Rumänien die Donau als der wichtigste Fluss im Land. Schließlich fließt sie mehr als 1000 km durch das rumänische Staatsgebiet.

Ethnien in Rumänien – eine multikulturelle Mischung
Bei einem Aufenthalt in Rumänien stellt man bereits nach kurzer Zeit fest, dass die Einwohner des Landes eine bunte Mischung aus verschiedenen Volksgruppen sind. Die überwältigende Mehrheit sind die Rumänen mit einem Anteil von fast 90%. Außerdem leben zahlreiche Menschen ungarischer Abstammung in diesem Staat. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass viele Rumänen abgesehen von ihrer Muttersprache auch fließend Ungarisch beherrschen. Darüber hinaus wird Rumänien häufig als Zigeunerland bezeichnet, was hauptsächlich aufgrund der dort ansässigen Volksgruppe der Roma der Fall ist. Die deutschstämmigen Rumänen sind die Siebenbürger Sachsen und die Donauschwaben, die jedoch insbesondere nach 1989 größtenteils das Land verlassen haben und nach Deutschland ausgewandert sind.

Kulturprogramm deluxe – die beliebtesten Sehenswürdigkeiten Rumäniens
Es lohnt sich auf alle Fälle, eine Rundfahrt durch Rumänien zu machen und dabei die aufregenden Flecken dieses schönen Landes aus der Nähe zu betrachten. Eine Besonderheit in der Landeshauptstadt Bukarest ist das ethnografische Freilichtmuseum Satului. Es besteht aus ca. 300 Gebäuden, weshalb man für die Besichtigung ausreichend Zeit einplanen sollte. Die Schwarze Kirche in Brasov (Kronstadt) erhielt ihren Namen nach einem Brand, welcher sie fast vollständig zerstörte. Die große Orgel und die Orientteppiche in diesem Gebäude sind mit Sicherheit sehenswert. Für Dracula-Fans ist ein Besuch des Schlosses in Bran oberste Priorität. Ein heißer Tipp für Naturliebhaber ist die Erkundung der Pestera Ursilor, der Bärenhöhle in Chiscau. Die Tropfsteine versetzen die Besucher immer wieder in Erstaunen und ziehen sämtliche Blicke auf sich.

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